Wie funktioniert- Power to Gas?

Wenn in Zukunft der Anteil an Erneuerbaren Energien im Stromnetz auf 60 Prozent und mehr zunimmt, werden neben schon heute verfügbaren Speichertechnologien, wie Batterien oder Pumpspeicherkraftwerken, Speicher benötigt, die sehr große Energiemengen über lange Zeiträume aufnehmen und wieder abgeben können. Power-to-Gas gilt als der meistversprechende Ansatz für diesen Zweck. Gerade für Stadt- und Gemeindewerke, die nicht nur Strom aus Erneuerbaren Energien bereitstellen, sondern auch Strom-, Gas- und Wärmenetze betreiben, könnte die Speicherung von Strom als Gas eine wirtschaftlich attraktive Option für eine sichere, flexible und dabei klimafreundliche Energieversorgung sein.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sehr große Speicherkapazität (mehrere Milliarden Kilowattstunden) und lange Speicherzeit (mehrere Monate oder sogar Jahre). So könnte Solarstrom aus dem Sommer für die Wintermonate gespeichert werden.
  • Sehr flexibel durch zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Da das Gas nicht nur in Strom zurückgewandelt, sondern auch zur Wärme- und Kraftstoffbereitstellung genutzt werden kann, dient Power-to-Gas der besseren Verzahnung der drei bislang weitgehend getrennten Sektoren.

Nachteil

  • Power-to-Gas kann noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Wegen der derzeit noch hohen Kosten bei Elektrolyse und Methanisierung sowie des relativ niedrigen Wirkungsgrades (derzeit 20–35 Prozent bei Rückverstromung des gespeicherten Gases) kann Power-to-Gas heute in Deutschland noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Mit verbesserten Technologien und größerem Langzeitspeicherbedarf im Zuge der Energiewende dürfte es sich jedoch zu einer attraktiven Alternative entwickeln.
Kommunalatlas

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