Dardesheim im Harz
Schon heute produziert die Stadt Dardesheim rein rechnerisch zehnmal mehr Energie aus Erneuerbaren Energien, als für Strom, Heizung und Autos im Jahr 2006 verbraucht wurde. Die Anwohner stehen mit großer Mehrheit hinter den Projekten. Hauptgrund sind die bereits jetzt sichtbaren regionalen Vorteile. Lokale Arbeitsplätze sind entstanden und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Aus Skepsis wurde breite Zustimmung
Doch anfangs gab es auch Skepsis in der Stadt und Widerstände in Nachbargemeinden. Insbesondere die Angst vor übermäßiger Beeinträchtigung der Landschaft wurde immer wieder ins Feld geführt. So wurden in einem Nachbarort Unterschriften gegen den Windpark gesammelt. Von den ca. 950 Einwohnern haben anfangs über 60 Prozent gegen eine Erweiterung des Windparks gestimmt.
Nach diversen Diskussionsrunden, in denen Vertreter des Windparks die wirtschaftlichen Vorteile darlegten, wurde schließlich ein Umdenken in der Nachbargemeinde erreicht.
Heute stimmen alle Nachbargemeinden dem Projekt zu und haben sogar zusätzliche Erweiterungen beantragt. Mittlerweile sind die Gemeindemitglieder davon davon überzeugt, dass die Erzeugung von sauberem Strom gut zum Image des Harzes als Urlaubsregion mit reiner Luftqualität passt.
"Regenerative Modellregion Harz"
Der nächste Schritt ist das Projekt "Regenerative Modellregion Harz". Mittelfristig sollen über 250.000 Einwohner in der Region mit regenerativen Energien versorgt werden. Dafür soll in Zukunft ein Kombikraftwerk die Energievorsorgung rund um die Uhr sicherstellen. Ein Kombikraftwerk ist die computerbasierte Vernetzung und Steuerung verschiedener Wind-, Solar- und Biomasseanlagen. In Kombination mit einem Pumpspeicherkraftwerk kann zu jeder Zeit der Strombedarf der Region vollständig mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Für die Realisierung konnten die Dardesheimer die Universitäten Kassel und Magdeburg, die Netzbetreiber Vattenfall Europe Transmission AG und E.ON-Avacon und sowie die Siemens AG, aber auch die örtlichen Stadtwerke Halberstadt, Quedlinburg und Blankenburg gewinnen. Darüber hinaus sind mittelständische Unternehmen der Region, der Landkreis Harz und die örtlichen Gemeinden mit eingebunden.








