Energieautarke Stadt Güssing
Im Jahr 1990 wurde im Gemeinderat der Stadt Güssing im östlichen Teil Österreichs beschlossen: 100-prozentiger Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung. Hauptgründe hierfür waren, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wertschöpfung in der Region zu steigern. Aber auch Umweltschutzziele wie die Verringerung von CO2-Emissionen spielten eine Rolle. Heute ist die 27.000 Einwohner zählende Stadt Güssing das Biomassezentrum Österreichs. Für die Wärmeerzeugung wurde von Heizöl auf Holz umgestellt. Im Bezirk Güssing wachsen jährlich 100.000 Tonnen Holz nach. Ein Fünftel davon wird zur Wärme und Stromerzeugung verwendet. Dank der großen Holzvorräte konnten die Bewohner von Güssing in weniger als 15 Jahren energieautark werden. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und lockt viele Unternehmen in die ehemals ärmste Region Österreichs. Dadurch entstanden über 1.000 neue Arbeitsplätze.
Mittlerweile ist die energieautarke Stadt Güssing zu einem beliebten Reiseziel für Gemeindevertreter, Schuldirektoren, Bauern und Waldbesitzer aus ganz Europa geworden. So kommen über 300 Ökotouristen pro Woche und bescheren der Stadt eine zusätzliche Einnahmequelle.








