Ostritz
Das sächsische 3.000-Seelen-Dorf Ostritz an der Grenze zu Polen und Tschechien hatte genug von schädlichen Umweltbelastungen und setzt auf eine umweltfreundliche Energiegewinnung.
Die Bürger gingen strategisch vor und machten Pläne, wie ihr Dorf aussehen soll und welche Möglichkeiten dafür bestehen - vom Kanalnetz bis zum Bebauungsplan. Auch eine Studie zum Energiebedarf wurde in Auftrag gegeben. Diese ersten Schritte waren nötig, um planvoll in eine Zukunft mit Erneuerbaren Energien zu schreiten.
Das Herzstück der ökologischen Modellstadt ist ein Biomasse-Kraftwerk, aus dem die Wärme durch Fernwärmeleitungen in die Haushalte geleitet wird. Forstbetriebe, Schreinereien und Sägewerke aus der Umgebung liefern regelmäßig den nötigen Rohstoff Holz. Der Bau für die Fernwärmeleitungen bedeutete für die kleine Gemeinde große Kosten, doch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützte den Ausbau zur Modellstadt mit fast 12 Millionen Euro. Neben der Biomasse liefern inzwischen Windräder, Wasserkraftanlagen und unzählige Solardächer Energie. Der Ausbau zur Modellstadt hat über 120 Dauer-Arbeitsplätze geschaffen.








