Gute Nachbarn - Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlage in Hemau

Auf einem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr ist im Jahr 2003 das damals größte Solarkraftwerk Deutschlands errichtet worden. Mit einer Leistung von vier Megawatt kann es den Strombedarf von über 900 Haushalten decken. Von der Standortentwicklung bis zum Bau lief alles reibungslos. Die Entscheidungen im Gemeinderat fielen alle einstimmig. Grund dafür war die Einbindung aller Gruppen im Ort. Die Pläne wurden frühzeitig und offen durch den Bürgermeister kommuniziert und alle Beteiligten an einen Tisch geholt. Dadurch konnten alle Bedenken schon im Vorfeld ausgeräumt werden. Die Investitionskosten in Höhe von 18,4 Millionen Euro wurden teilweise über ein Beteiligungskonzept zusammengetragen. So haben private Investoren am Solarpark Anteile und können innerhalb von 20 Jahren mit einer Rendite von 260 Prozent rechnen. Ein weiterer Pluspunkt der Freiflächenanlagen ist die Werbewirkung, die mit den Anlagen verbunden ist. So erinnern sich die Hemauer gern daran, wie der damalige bayerische Umweltminister Werner Schnappauf zur Einweihung in die kleine Gemeinde kam.

 


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