Gute Nachbarn - Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien

Förderinstrumente

Anlagen zur Stromerzeugung refinanzieren sich in der Regel durch die garantierte Einspeise- vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für bestimmte Anlagen gibt es weitere Fördermöglichkeiten.

Bei der Finanzierung von Anlagen zur Wärmegewinnung stehen auf Bundesebene Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm im Vordergrund.

Der Bau von Anlagen zur Stromerzeugung kann durch Kredite der KfW-Bankengruppe gefördert werden.

Insgesamt kommen zahlreiche Förderprogramme, auch auf regionaler sowie auf EU-Ebene, in Betracht. Hierüber gibt die Broschüre des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Fördergeld für Energieeffizienz und erneuerbare Energien" einen guten Überblick. Sie stellt rund 900 Förderprogramme von Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern vor.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Für die Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) das wichtigste Förderinstrument. Das EEG fördert die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft (<5 MW), Geothermie und Biomasse. Es garantiert jedem Anlagenbetreiber die Abnahme des produzierten Stroms durch den jeweiligen Netzbetreiber. Dieser ist verpflichtet, eine feste Vergütung für die eingespeiste Strommenge zu zahlen, die sich nach der eingesetzten Technologie, dem Jahr der Inbetriebnahme und der Anlagengröße richtet. Durch die über 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage garantierte Vergütung haben Anlagenbetreiber und Geldgeber eine langfristige Planungssicherheit.

Marktanreizprogramm (MAP)

Das Marktanreizprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien unterstützt die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung von Wärme aus Erneuerbaren Energien. Dies betrifft die Wärmeerzeugung aus Biomasse, Solarenergie und Geothermie. Private Investoren von kleinen Anlagen bekommen Zuschüsse, Investoren von größeren Anlagen bekommen zinsverbilligte Darlehen und Teilschuldenerlass. Insgesamt wurden bis Ende 2006 mehr als 623.900 Investitionsvorhaben zur Nutzung Erneuerbarer Energien gefördert und damit ein Investitionsvolumen von über 6,5 Mrd. Euro realisiert.
Beratung und Förderanträge laufen über die KfW-Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Zinsverbilligte Darlehen

Für den Gebäudebereich sowie beim Errichten von Kraftwerken fördert insbesondere die KfW-Bankengruppe den Einsatz von Erneuerbaren Energien. Es werden beispielsweise Investitionskredite für Photovoltaikanlagen sowie für besonders energieeffiziente Gebäude und für die Sanierung unter Klimaschutzgesichtspunkten vergeben. Auch im Bereich Tiefengeothermie bietet die KfW spezielle Förderprogramme an.


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