Gute Nachbarn - Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien

Feste Biomasse

Abbildung: So wird feste Biomasse zu Strom und Wärme verarbeitet.

Feste Biomasse, überwiegend Holzabfälle bzw. Restholz, wird meistens in größeren Energieanlagen genutzt. Typisch sind Biomassekraftwerke zur reinen Stromerzeugung, Heizwerke, die über Nah- oder Fernwärmenetze die Wärmeversorgung sicherstellen, oder Heizkraftwerke, die die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme auskoppeln und über ein Fernwärmenetz zu den Verbrauchern leiten.

Kommunen können als Betreiber einer solchen Anlage, eventuell durch Stadtwerke, fungieren oder auch Betreiber mit kommunalem Durchforstungsholz beliefern. Einfluss können Gemeinden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ausüben. Am effizientesten wird die Biomasse genutzt, wenn die Abwärme aus der Stromerzeugung sinnvoll verwendet wird. Dafür sind Nah- und Fernwärmenetze wichtig, bei deren Nutzung oder Bau die Kommune wesentlichen Einfluss hat.

Checkliste Biomasse

Inwieweit sich feste Biomasse vor Ort wirtschaftlich gut nutzen lässt, hängt vor allem davon ab, ob die Rohstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind. Dabei ist es umso vorteilhafter, je kürzer die Transportwege sind. Außerdem bedeutet es einen Gewinn für lokale Betriebe, wenn Rohstoffe aus der Umgebung genutzt werden. Folgende Fragestellungen sind daher wichtig:

  • Fällt in der Umgebung genügend Holz an?
  • Welche Akteure könnten und würden die Anlage beliefern (z.B. Forstwirte, Sägewerke)?
  • Sind die potenziellen Standorte verkehrstechnisch geeignet für die regelmäßigen Lieferungen? Wie stark wäre die Verkehrsbelastung für Anwohner?
  • Ist ein Fernwärmenetz vorhanden bzw. genügend Wärmenachfrage für Kraft-Wärme-Kopplung?

Um diese Fragen befriedigend beantworten zu können, ist die Einbindung aller relevanten Akteure notwendig. Dazu gehören unter anderem die Verwaltung, Stadtwerke, Ingenieurbüros und insbesondere natürlich Land- und Forstwirte, genauso wie Sägewerke oder die Möbelindustrie (mögliche Rohstoff-Zulieferer). Aber auch die Abnehmerfrage für die Wärme kann relevant sein. Es lohnt sich vielleicht, vorab mit potenziellen Wärmenachfragern, z.B. Industriebetrieben, zu sprechen.


Beispiele für erfolgreiche Biomasseprojekte finden Sie hier.

 


           Broschüre bestellen

              ! NEUAUFLAGE !