Erneuerbare Energien in Kommunen - Chancen und Herausforderungen

Die Kommunen in Deutschland spielen beim Klimaschutz eine Hauptrolle: Als großer Energieverbraucher, als Planungs- und Genehmigungsinstanz, als Grundstückseigentümer und Vorbild für die Bürger haben Städte und Gemeinden einen maßgeblichen Einfluss auf die Energieversorgung. Ohne das Engagement für Erneuerbare Energien auf kommunaler und regionaler Ebene sind keine Klimaschutzziele zu erreichen. Gleichzeitig führt die herkömmliche Energieversorgung auf Basis von Öl, Gas und Kohle zu einer immer größeren finanziellen Belastung.

Bürger wollen mehr Erneuerbare Energien

Lokale Bürgerinitiativen und Presseberichte über Auseinandersetzungen zum Beispiel bei Windenergieprojekten erwecken mitunter den Eindruck, Erneuerbare Energien würden vor Ort nicht akzeptiert. Grund dafür ist jedoch meist keine grundsätzliche Ablehnung, sondern eine mangelnde Beteiligung und Information über die geplanten Projekte.

Insgesamt steht die negative Berichterstattung oftmals unberechtigt im Vordergrund, wie eine TNS-Infratest-Umfrage 2011 gezeigt hat: Vor dem Hintergrund von Klimawandel und der Katastrophe von Fukushima findet eine überwältigende Mehrheit von 94 Prozent der Menschen in Deutschland den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien wichtig bis sehr wichtig.

Bürger wissen die Vorteile Erneuerbarer Energien zu schätzen

Auch wenn es um Anlagen in der Nähe des eigenen Wohnorts geht, treffen Erneuerbare Energien auf große Zustimmung. Insgesamt begrüßen rund drei Viertel der Befragten Erneuerbare-Energien-Anlagen ausdrücklich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wohnort. Lediglich sechs Prozent äußern sich ablehnend.

Hohe Zustimmung für Anlagen im eigenen Wohnumfeld
Es ist wichtig, sich intensiv mit den Argumenten der Kritiker auseinanderzusetzen und bereits bei der Planung zu berücksichtigen. Die Umfrage zeigt, dass ein Faktor für eine eher ablehnende Haltung die Angst vor dem Unbekannten ist. Die Befragten, die bereits Erneuerbare-Energien-Anlagen aus der Umgebung kennen, stehen einem weiteren Ausbau deutlich aufgeschlossener gegenüber als Bürger, die noch keine eigenen Erfahrungen sammeln konnten.

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