Handlungsmöglichkeiten für Kommunen

Die Energiewende in Deutschland ist nur mit den Städten und Gemeinden zu leisten. Die Kommunen sind hierbei wesentliche Akteure in vielfältiger Funktion: Sie sind Planungsträger für die Ansiedlung von Erneuerbaren-Energien-Projekten, 176 000 öffentliche Gebäude wie Schulen und Sporteinrichtungen benötigen Strom und Wärme. Industrie- und Neubaugebiete wollen kostengünstig und zuverlässig versorgt werden. Fuhrpark und öffentlicher Personenverkehr verursachen zusätzliche Energiekosten. Städte und Gemeinden sind deutschlandweit der größte öffentlicher Beschaffer von Waren sowie über ihre Stadtwerke und kommunale Wohnungsbaugesellschaften Lieferant von Strom und Wärme. Schließlich sind Kommunen Vorbild für ihre Bürger und die örtliche Wirtschaft.

Potenziale erkennen
Diese kommunalen Kernaufgaben müssen keine Belastung sein, im Gegenteil. Jede Kommune kann aktiv den Strukturwandel steuern, die Nutzung Erneuerbarer Energien vor Ort vorantreiben und so die kommunale Wertschöpfung erhöhen. Im Vorfeld der Entscheidung, die Nutzung Erneuerbarer Energien in der Gemeinde konkret voranzutreiben, sollte die Kommune sich einen Überblick über die verschiedenen Technologien und ihre Eignung vor Ort verschaffen. Dabei sind geografische, klimatische, land- und forstwirtschaftliche, rechtliche, wirtschaftliche, politische und soziale Aspekte zu klären.

Chancen nutzen
Städte und Gemeinden können selbst Erneuerbaren-Energien-Anlagen errichten oder sich an Projekten beteiligen. Es kann die Nutzung von Erneuerbaren Energien in kommunalen Liegenschaften unterstützt oder bei der Ausweisung von Bauland die Nutzung von Erneuerbaren Energien vorgeschrieben werden. Auch die Bauleitplanung kann den Ausbau der Erneuerbarer Energien unterstützen und Bürgerberatung zu technischen Fragen und Förderprogrammen können das private Engagement der Bürger für eine klimafreundliche und unabhängige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien fördern.

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