Anstatt selbst in Energieversorgungsanlagen zu investieren, können Kommunen auch Energiedienstleistungen in Anspruch nehmen. Beim so genannten Energieliefer-Contracting übernimmt ein Privatunternehmen die Versorgung einer Liegenschaft mit Wärme, Strom oder Kälte. Dabei kann die Kommune bestimmen, dass die Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden muss. Informationen und Praxisbeispiele findet man z.B. beim Verband für Wärmelieferung.
Durch den Kauf von „Ökostrom“ für die kommunalen Liegenschaften kann eine Kommune den Bau neuer Stromerzeugungsanlagen auf Basis Erneuerbarer Energien unterstützen. Wichtig sind die Beachtung der Beschaffungsrichtlinien und die richtigen Auswahlkriterien. Hinweise für die Ausschreibung liefert die Dokumentation des Bundesumweltministeriums, das selbst Ökostrom bezieht. Informationen zur umweltfreundlichen Beschaffung allgemein liefert das Projekt „GreenLabelsPurchase“ und das „Grüne Strom Label“.
Einige Ökostromanbieter investieren Teile der Einnahmen direkt in Anlagen vor Ort. In der oberbayerischen Gemeinde Planegg werden die öffentlichen Liegenschaften bereits seit 2002 mit Ökostrom versorgt. Neben einem aktiven kommunalen Klimaschutz sowie eine Planungssicherheit durch stabile Preise konnten auch mehrere Photovoltaikprojekte vor Ort verwirklicht werden. Für das Engagement wurde Planegg im Januar 2011 als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet.