Für eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Strategie zur Versorgung mit Erneuerbaren Energien ist es sinnvoll, zunächst die aktuelle Situation vor Ort zu analysieren. Dabei geht es vor allem darum, den Energiebedarf und Optimierungsmöglichkeiten zu erörtern sowie die lokalen Potenziale Erneuerbarer Energien zu ermitteln und zu erschließen.
Kommunen und die Träger der Regionalplanung haben entscheidenden Einfluss auf die Nutzung Erneuerbarer Energien durch entsprechende Festlegungen in Regionalplänen, Flächennutzungs- und Bebauungsplänen sowie in den Genehmigungsverfahren. Im Rahmen der Regionalplanung können die Potenziale Erneuerbarer Energien wie der Wasserkraft und Windenergie erfasst und einer Bewertung unterzogen werden. Über die Regionalplanung und die Vorschriften für das Zulassungsrecht können Kommunen z.B. die konkrete Ausgestaltung von Windenergieprojekten steuern. Sie haben auch die Möglichkeit, von sich aus geeignete Flächen für die Regionalplanung vorzuschlagen.
Indem sie im Flächennutzungsplan, Bebauungsplänen und Bausatzungen Kriterien aufnehmen, die für eine Versorgung mit Erneuerbaren Energien wichtig sind, können Städte und Gemeinden private Investitionen in Erneuerbare Energien fördern. Dazu gehört z.B. die Berücksichtigung von passiver und aktiver Solarenergienutzung.
In Planfeststellungsverfahren und Genehmigungsverfahren kann die Kommune die Projektplanung durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen für Bau, Immissionsschutz und Naturschutzrecht zuständigen Behörden unterstützen. Daneben können Politik und Verwaltung die öffentliche Diskussion positiv beeinflussen, wodurch die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden können.
Landkreis und Stadt Bamberg haben zusammen das Ziel einer 100%- Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien für das Jahr 2035 verkündet. Dafür wurde eine umfangreiche Potenzialanalyse in Auftrag gegeben. Darauf aufbauend wurde ein Energiekonzept erarbeitet. Landkreis und Stadt Bamberg wurden im August 2010 als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet.
Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 Klimaschutzkonzepte in Kommunen sowie in sozialen, kulturellen oder öffentlichen Einrichtungen.