Förderungen nutzen

Die Förderlandschaft für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist äußerst vielfältig. Neben den Programmen auf Bundesebene stellen auch die EU, verschiedene Bundesländer, Kommunen und Energieversorger Mittel zur Verfügung. Einen Überblick zu den jeweils aktuellen EU-, Bundes- und Länderprogrammen gibt die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Detaillierte Informationen zu den Förderbedingungen sind etwa über die Internetseiten des Bundesumweltministeriums (BMU), der KfW-Förderbank und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu erhalten.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Für die Stromgewinnung aus Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) das wichtigste Förderinstrument. Es garantiert jedem Anlagenbetreiber die Abnahme des produzierten Stroms durch den jeweiligen Netzbetreiber. Dieser ist verpflichtet, eine feste Vergütung für die eingespeiste Strommenge zu zahlen, die sich nach der eingesetzten Technik, dem Jahr der Inbetriebnahme und der Anlagengröße richtet.

Durch die für 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage garantierte Vergütung haben Anlagenbetreiber und Geldgeber eine langfristige Planungssicherheit. Die hohe Investitionssicherheit ist der Hauptgrund für den in den letzten Jahren sehr dynamischen Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland. Sobald die eigene Investition refinanziert ist oder die Kredite abgezahlt sind, werden Gewinne erwirtschaftet.

Marktanreizprogramme
Bei der Finanzierung von Anlagen zur Wärmegewinnung stehen auf Bundesebene Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm im Vordergrund. Das Programm unterstützt die Wärmeerzeugung aus Biomasse, Solarenergie und effizienten Wärmepumpen (Geothermie). Darüber hinaus fördert das Marktanreizprogramm den Neu- bzw. Ausbau von Wärmenetzen, sofern sie mit Erneuerbarer Energie gespeist werden oder unter das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) fallen. Antragsberechtigt sind unter anderem Unternehmen, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind und die zugleich zum Kreis der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) nach EU-Definition gehören, sowie Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände. Beratung und Bearbeitung der Anträge erfolgen durch das BAFA.

Programme der KfW
Biomasseanlagen, große thermische Solaranlagen und die Erschließung der Tiefengeothermie werden in Form von zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen gefördert. Beratung und Antragstellung laufen über die KfW-Förderbank im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbare Energien“. Antragsberechtigt sind neben Privatpersonen auch kleine und mittlere Unternehmen sowie solche, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind. Kommunen und weitere juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie gemeinnützige Investoren können ebenfalls Anträge stellen. Das ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm fördert unter anderem Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz mittels günstiger Darlehen und kann teilweise mit dem KfW-Umweltprogramm kombiniert werden. Zielgruppe sind Unternehmen, Freiberufler und Public-Private-Partnerships. Für Investitionen in Energiesparmaßnahmen und die Nutzung Erneuerbarer Energien in Wohngebäuden gewährt die Förderbank zinsgünstige Darlehen. Antragsberechtigt sind Träger entsprechender Investitionsmaßnahmen. Dazu gehören auch Wohnungsunternehmen, Gemeinden, Kreise oder Gemeindeverbände. Zudem vergibt die KfW Kommunalkredite für Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen. Dazu zählen ausdrücklich auch Investitionen in Energieeinsparung und umweltfreundliche Energieträger.

Servicestelle Kommunaler Klimaschutz
Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des BMU können Kommunen beim  Projektträger Jülich Förderungen für Klimaschutzprojekte beantragen. Gefördert wird die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutz(teil)konzepten, sowie von Energiesparmaßnahmen. Förderanträge können voraussichtlich wieder von Januar bis März 2013 gestellt werden.

Als Kommune selbst die Erneuerbaren fördern

Bereits seit 1991 betreibt die Stadt Ulm ein eigenes Förderprogramm, mit dem bis heute Bürger bei der Nutzung Erneuerbarer Energien, aber auch beim Energiesparen und dem Bau von energieeffizienten Gebäuden unterstützt werden. Dabei fördert die Kommune gezielt innovative Technologien. „Insgesamt sind seitdem mehr als 6,3 Millionen Euro vergeben worden. Jährlich fördern wir Projekte mit etwa 250.000 Euro“, erklärt Andrea Lippert aus der Abteilung „Strategische Planung“ der Stadt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Förderprogramme der Bundesländer

Wertschöpfungsrechner

Kostenloser Rechner gibt Orientierung zur Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien.