Gute Nachbarn - Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien

Öffentlichkeitsarbeit

Das wichtigste zur Vermeidung von Konflikten ist eine offene und transparente Planung, die es allen ermöglicht, ihren Argumenten Gehör zu verschaffen. Bedenken sollten grundsätzlich ernst genommen und beantwortet werden. Argumente für Erneuerbare Energien gibt es viele, einige Fakten und Erfolge der Erneuerbaren Energien findet man unter www.unendlich-viel-energie.de. Weiterhin stellt das Bundesumweltministerium eine Vielzahl von Informationsmaterialien zur Verfügung.

Ideen für Erneuerbare-Energien-Projekte sollten frühzeitig offen präsentiert werden, nicht erst bei der obligatorischen Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Genehmigungsverfahren. Eine Möglichkeit dafür sind Informationstage oder öffentliche Versammlungen, bei denen bereits auf verschiedene Sorgen und Argumente eingegangen werden kann. Um eine umfassende Information der Öffentlichkeit zu gewährleisten und in der Funktion als Meinungsmacher ist auch die Einbindung der Lokalpresse wichtig.
Dabei ist es wichtig, die richtige Sprache und den passenden Ton zu treffen. Treten die Befürworter der Erneuerbaren Energien nur als Techniker, Juristen oder Banker auf, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sie überzeugende Botschaften liefern.

Aus der Praxis lernen

Es gibt inzwischen eine Reihe von "Leuchtturm"-Kommunen bzw. Vorzeigeprojekten. Einige Kommunen haben ihre Energieversorgung bereits teilweise oder sogar komplett auf Erneuerbare Energien umgestellt. Dort lassen sich der Betrieb Erneuerbarer-Energien-Anlagen und der damit verbundene Erfolg praktisch erleben.

Exkursionen zu bestehenden Anlagen in der Region können die für viele Menschen zunächst abstrakten Planungen greifbar machen und einen Teil der Bedenken ausräumen.

Vorteile für die Gemeinde herausstellen: Lokale Unternehmen und Handwerksbetriebe können durch Aufträge im Rahmen der Planung und der Errichtung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen profitieren und somit kommunale Wertschöpfung erzielen. Erneuerbare Energien verringern die Abhängigkeit der Kommune von konventionellen Energielieferungen. Das steigert die Versorgungssicherheit und senkt das künftige Preisrisiko. Damit sind Erneuerbare Energien eine hervorragende Chance für die kommunale Daseinsvorsorge.

Finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten: Soweit nicht von vornherein Bürgeranlagen geplant werden, bei denen sich viele Bürger finanziell beteiligen und anschließend auch von den Erträgen profitieren, sollte eine entsprechende Beteiligungsmöglichkeit geschaffen werden. Beispielsweise lassen sich bei Finanzierungsfonds bestimmte Anteile für Bürger der Kommune reservieren. Mit der Beteiligung am Gewinn steigt auch die Akzeptanz.

Umweltbelastung, Klimawandel und Arbeitslosigkeit sind für viele Bürgerinnen und Bürger wichtige gesellschaftliche Problemfelder. Da Erneuerbare Energien diesbezüglich äußerst positive Effekte vorzuweisen haben, sollte dies offensiv kommuniziert werden.

Identifikation mit Erneuerbaren Energien erhöhen.

In manchen Regionen kann die Kirche die Identifikation mit Erneuerbaren Energien fördern. Die Kirchen in Deutschland stehen Erneuerbaren Energien größtenteils positiv gegenüber. In Bayern werden Windenergie- und Solaranlagen mancherorts vor der Inbetriebnahme geweiht beziehungsweise gesegnet und bekommen dadurch einen besonderen Stellenwert.

Kommunale Vorbildfunktion: Kommunen können durch eine gebührenfreie Bereitstellung von öffentlichen Dächern für Solaranlagen Engagement für Erneuerbare Energien zeigen und mit positivem Beispiel vorangehen. Die Versorgung öffentlicher Gebäude, wie z.B. Schulen, mit Erneuerbaren Energien unterstützt einen persönlichen Bezug der Bürger zu Erneuerbaren Energien. Mit Hilfe einer Dokumentation der installierten Leistung und des direkten Vergleichs mit anderen Kommunen im Internet kann eine höhere Identifikation mit den Anlagen vor Ort hergestellt werden. Wettbewerbe wie die Solarbundesliga sind eine Auszeichnung für besonders engagierte Gemeinden.


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