Gute Nachbarn - Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien

Special Bioenergie

Öffentlichkeitsarbeit

Offene Planung und transparenter Betrieb der Anlagen erhöht auch die Akzeptanz bei der Bioenergie. Der Fachverband Biogas e.V. empfiehlt, die eigenen Anlagen im Rahmen eines Internetauftritts vorzustellen. So wird beispielsweise unter www.biogastankstelle.de laufend über ein Pilotprojekt in Jameln informiert und die Vorteile für die Kommune werden dokumentiert.

Sichere und preisgünstige Energieversorgung

Nachbarn von Biogas- oder anderen Bioenergieanlagen, die Strom bzw. Wärme produzieren, können direkt von der Anlage profitieren, wenn sie preiswerte Wärme geliefert bekommen.

Geruchs- oder Lärmbelästigungen durch Bioenergieanlagen

Bedenken im Hinblick auf eine mögliche Geruchsbelästigung gibt es häufig bei Biogasanlagen und bei Anlagen, die belastetes Altholz verbrennen. Bei einem normalen, sorgfältigen Betrieb, der durch die Immissionsschutzbehörden überwacht wird, sind solche Bedenken in der Regel unbegründet. Bei gut geführten Anlagen ist keine Freisetzung von Schadstoffen oder eine schlechte Abdeckung der gelagerten Biomasse zu befürchten.

Der Erfahrung nach ist es von Vorteil, eine Bioenergieanlage mit einem Sichtschutz zu versehen. Bei Anlagen, die nicht eingesehen werden können, gibt es weniger Klagen über Geruchs- und Lärmbelästigung. Bei Beschwerden über Geruchsbelästigungen sollte die Nachbarschaft umgehend über die Ursachen aufgeklärt werden, um Gerüchten und Mutmaßungen vorzubeugen. Außerdem ist es gerade beim Thema Geruch sinnvoll, Wetterdaten zu sammeln. Erfahrungen zeigen, dass manchmal der Wind aus einer anderen Richtung kam und deshalb eine Geruchsbelästigung, beispielsweise durch eine Biogasanlage, gar nicht möglich war. Mehr Informationen hier.

Verkehrsbelastung

Der Betrieb einer Bioenergieanlage ist automatisch mit einem gewissen Verkehrsaufkommen verbunden, da in der Regel die Rohstoffe angeliefert werden müssen. Um die damit verbundene Belastung in Grenzen zu halten und entsprechende Konflikte zu reduzieren, ist eine sorgfältige Standortplanung wichtig. Unter Einbeziehung der Anwohner können alternative Wegstrecken für die Anlieferung der Rohstoffe geprüft werden.

Energiepflanzenanbau

Konflikte können sich am Anbau von Pflanzen zur energetischen Nutzung entzünden, wenn große Flächen zum Anbau einer Kulturpflanzensorte genutzt werden. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, der weitgehende Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden und gentechnisch veränderte Pflanzen und eine Reduktion des Düngemitteleinsatzes erhöhen die Naturverträglichkeit des Energiepflanzenanbaus und damit die Akzeptanz bei den Anwohnern. Mehr zu kritischen Fragen bezüglich des Energiepflanzenanbaus finden sie im Bioenergiemodul.


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