Erneuerbare Energien liefern heute mehr als 17 Prozent unseres Strom- und 10 Prozent unseres Wärmebedarfs. Biokraftstoffe machen rund 6 Prozent des Gesamtkraftstoffsverbrauchs aus. Damit werden beachtliche Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden. Für den Klimaschutz ist der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien unerlässlich. Darüber hinaus gibt es jedoch für Städte und Gemeinden viele weitere gute Gründe Erneuerbare Energien stärker zu nutzen.
Mehr Versorgungssicherheit
Eine stärkere Eigenversorgung mit Energie verringert die Abhängigkeit von konventionellen Energieimporten und steigenden Preisen für Erdgas, Erdöl und Kohle. Der verstärkte Ausbau Erneuerbarer Energien ist also ein Element vorausschauender kommunaler Daseinsvorsorge.
Finanzielle Einnahmen
Strom aus Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft oder Erdwärme kann in das Stromnetz eingespeist und nach den Sätzen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vergütet werden. Dadurch lassen sich Investitionen und zu erwartende Einnahmen gut kalkulieren. Wärme aus Erneuerbaren Energien in den kommunalen Liegenschaften spart konventionelle Energiekosten ein. Größere Wärmemengen lassen sich über bestehende oder neue Wärmenetze verteilen und vermarkten. Hierfür ist gegebenenfalls eine Anschluss- und Benutzungspflicht möglich. Als Betreiber von Energieversorgungsanlagen können Gemeinden oder Stadtwerke daher Einnahmen und Gewinne erzielen. Gleiches gilt für die an Bürgeranlagen beteiligten Einwohner. Aufträge für lokale Unternehmen und der Anlagenbetrieb durch kommerzielle Investoren bringen der Kommune Steuereinnahmen. Gegebenenfalls fallen auch Pachten für gemeindeeigene Flächen an.
Imagegewinn
Erneuerbare Energien stehen für eine moderne, fortschrittliche Energieversorgung. Wettbewerbe wie die „Klimaschutzkommune“ zeigen die Innovationsfreudigkeit von Kommunen und sorgen für bundesweites Medienecho.
Tourismusmagnet
Viele Gemeinden können ihr Engagement für Erneuerbare Energien bereits erfolgreich nutzen und sich selbstbewusst als attraktive Region darstellen. Beispielsweise ziehen das Bioenergiedorf Jühnde in Niedersachsen oder die Energielandschaft Morbach in Rheinland-Pfalz viele Besucher an, die sich ein Bild davon machen, wie eine Gemeinde energieautark wird.