Erneuerbare Energien vor Ort

Die Energieversorgung Deutschlands hat sich in den letzten Jahren sichtbar verändert. Deutliche Zeichen in der Landschaft und auf den Dächern sind die Errichtung vieler Tausend Windräder, Biogas- und Solaranlagen. In den Kellern wandelt sich die Wärmeversorgung. Wärmepumpen und Pelletheizungen lösen fossile Heizungsanlagen ab und machen die Verbraucher unabhängiger von steigenden Ölpreisen und der verschärften Ressourcen-Knappheit. In Deutschland produzierte Biokraftstoffe sind ein erster Schritt hin zur importunabhängigen Mobilität. Kurz: Unsere Energieversorgung wird zunehmend regenerativ und damit auch immer dezentraler. 

Einen entscheidenden Vorteil der Erneuerbaren Energien macht die Bandbreite an unterschiedlichsten Energieträgern aus. Diese reicht vom Wasser, über Wind und Sonne bis hin zu den unterschiedlichsten Arten an bioenergetischen Stoffen, ob nun Abwasser, Abfall, Energiepflanzen oder Gülle. Die Erneuerbaren zeigen, dass faktisch jede Region seinen Energiebedarf vor Ort decken kann.

Eine umfassende Analyse zu den lokalen Nutzungsmöglichkeiten für Erneuerbare Energien können regionale Potenzialstudien liefern. Diese Leistung bieten beispielsweise Energieagenturen oder Forschungsinstitute an. Hierbei können geografische, klimatische, land- und forstwirtschaftliche, politische und soziale Aspekte berücksichtigt werden. Einen guten Überblick über die bundesweiten Potenziale und ihren Flächenbedarf liefert der "Potenzialatlas 2020 - Erneuerbare Energien".