Photovoltaik-Dach

Mit eigenen Solarstromanlagen kann die Kommune durch die EEG-Vergütung über die Jahre eine Rendite erwirtschaften. Dazu können beispielsweise die Dachflächen von Verwaltungsgebäuden oder geeignete Freiflächen genutzt werden.Bei typischen Einfamilienhausanlagen mit einer Modulfläche von zehn Quadratmetern liegen die Investitionskosten zwischen 4.500 bis 6.000 Euro pro Anlage.

Solardachbörsen
Fehlt der Kommune das Geld für eigene Investitionen, kann sie (Dach-)Flächen an Investoren verpachten, oder sie stellt Dachflächen für Bürgergemeinschaften kostenfrei zur Verfügung. Dafür empfiehlt es sich, alle in Frage kommenden Dächer in einem "Dachkataster" zu erfassen. Alle relevanten Angaben wie Neigung, Ausrichtung, Gebäudehöhe und Statik sollten darin erfasst werden. Solardachbörsen gibt es heute unter anderem in Berlin, Heidelberg, München und Nürnberg. In Dachnutzungsverträgen werden dann die Bedingungen wie Mietdauer und Haftungsfragen geregelt. Freiburg und Bremen haben bereits erfolgreich kostenfrei Dächer zur Verfügung gestellt. Die Aktion SolarLokal unterstützt bundesweit die Verbreitung der Dachangebote.

Kommunales Sparschweine
Alle kommunalen Dachflächen, wie Feuerwehrhaus, Bauhof, Turnhalle und weitere Gebäude in der bayerischen Gemeinde Wildpoldsried nutzen die Sonnenenergie für die Stromerzeugung. Das bringt der Gemeinde zusätzliches Geld in die Kasse. Die Anlagen werden teilweise von Vereinen betreut, die wiederum einen Teil der Erlöse für ihre Arbeit, insbesondere bei der Jugendbetreuung, einsetzen. Die Gemeinde Wildpoldsried ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet worden.

Funktionsweise einer PV-Anlage.

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Die Infografik erklärt das 50,2-Hz-Problem und die deswegen notwendige Umrüstung von Phhotovoltaikanlagen

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